Ausschreibung von Diplomarbeitsthemen
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Entwicklung und Test von Verfahren zur gemischt-ganzzahligen nichtlinearen
Optimierung
Ausgehend von vorhandenen Verfahren zur kontinuierlichen Optimierung sollen Algorithmen zur Behandlung
zusätzlicher ganzzahliger Variablen untersucht werden. Dabei ist zwischen ganzzahligen Variablen zu unterscheiden die sich relaxieren
lassen, und solchen, die sich nicht relaxieren lassen. Im ersten Fall stehen Gradienten an ganzzahligen Gitterpunkten zur
Verfügung und hierauf aufbauend eine Reihe von verschiedenen, aus der Litaratur bekannten
Ansätzen. Im zweiten Fall können Informationen über Ableitungen höchstens sehr grob
über benachbarte Gitterpunkte abgeschätzt werden.
Ziel der Arbeit ist, beide Variablenklassen in ein gemeinsames Verfahren zur gemischt-ganzzahligen Optimierung
zusammenzubinden. Die Konvergenz des resultierenden Verfahrens ist zu
analysieren, soweit möglich, und es sind numerische Tests durchzuführen.
Voraussetzungen sind Besuch einer Vorlesung zur nichtlinearen Optimierung und
Programmierkenntnisse. Das Thema hat grosse praktische Bedeutung. Auf vorhandene Ergebnisse aus anderen
Forschungs- oder Diplomarbeiten kann aufgebaut werden.
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Entwicklung eines Verfahrens zur globalen Optimierung und der Einsatz beim Entwurf von elektronischen
Filtern
Die Suche nach dem globalen Minimum einer nichtlinearen Funktion unter
zusätzlichen Nebenbedingungen stellt generell eine grosse Herausforderung an die
Leistungsfähigkeit moderner Optimierungsverfahren dar. Da stochastische oder
ähnliche Suchverfahren aus Effizienzgründen ausscheiden, soll ein alternativer deterministischer Ansatz
entwickelt werden, bei dem sukzessiv schon berechnete lokale Minima
abgeschnitten werden. Hierzu sind eine Reihe von Teilaspekten zu
analysieren, z.B. das Vermeiden von unzulässigen Bereichen oder
Regularisierung. Eingesetzt werden vorhandene Programme zur nichtlinearen
Optimierung, die nur die Konvergenz zu einem lokalen Minimum garantieren.
Der resultierende Code soll in der Firma EPCOS (München) zur Optimierung von
SAW-Filtern eingesetzt werden, die beispielsweise in handelsübliche Handys eingebaut
werden. Voraussetzungen sind Besuch einer Vorlesung zur nichtlinearen Optimierung und Programmierkenntnisse sowie
eine gewisse Flexibilität, da u.U. mehrwöchige Aufenthalte in der Firma
anfallen. Eine finanzielle Zuwendung von Seiten der Firma ist möglich.
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Sensitivitätsanalyse in
örtlich eindimensionalen partiellen Differentialgleichungen
Analog zu gewöhnlichen Differentialgleichungen können Ableitungen in partiellen Differentialgleichungen nach
Parametern der rechten Seite oder der Anfangs- bzw. Randbedingungen durch gleichzeitige Integration der
Sensitivitätsgleichungen berechnet werden. Zur Diskretisierung kommt die Linienmethode zum
Einsatz, d.h. nach einer Diskretisierung der Ortsvariablen wird das resultierende System
gewöhnlicher Differentialgleichungen mit Standardverfahren gelöst. Da aber dieses System
gross und häufig auch steif ist, kommen in der Regel implizite Verfahren zum
Einsatz. In diesem Fall besitzt die Jakobimatrix der rechten Seite eine spezielle
Struktur, die intern bei der Lösung linearer Gleichungssysteme berücksichtigt werden
muss.
Das Verfahren soll in ein vorhandenes Programm zur Parameteridentifizierung
eingefügt werden. Weitere Module zur Lösung steifer Differentialgleichungen oder speziell strukturierter linearer Gleichungssysteme liegen
vor, ebenso zur automatischen Differentiation.
Voraussetzungen sind der Besuch der Numerik-II-Vorlesung und
Programmierkenntnisse, wünschenswert auch der Besuch einer Vorlesung über partielle
Differentialgleichungen. Das Thema ist höchst interessant durch das Aufeinandertreffen vieler unterschiedlicher Teildisziplinen der numerischen
Mathematik.
Die Programmierarbeiten sind anspruchsvoll.
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Untersuchungen zur Konstruktion von Filtern in der
Topologieoptimierung
Die Topologieoptimierung besitzt einen starken Anwendungsbezug zur Mechanik und
führt im Regelfall auf extrem grosse, nichtlineare Optimierungsprobleme, die mit vorhander Software
gelöst werden können. Hierbei entsteht jedoch in vielen Fällen ein Schachbrettmuster, das aus praktischer Sicht nicht zu rechtfertigen
ist. Ausserdem ist eine unerwünschte Abhängigkeit der Struktur der Lösung von der Diskretisierung zu
beschreiben. Zur Vermeidung dieses unerwünschten Effekts stehen eine Reihe heuristischer
Ansätze zur Verfügung, die allerdings die vom Optimierungsprogramm geforderte Differenzierbarkeit
stören.
Aufgabe ist es, bekannte Ansätze zusammenzutragen, zu analysieren und hierauf aufbauend einen Filter zu
entwickeln, der auf glatte Optimierungsprobleme führt. Voraussetzung sind
Programmierkenntnisse, wünschenswert Grundkenntnisse der Mechanik und der
Finite-Elemente-Methoden. Das Thema ist interessant und wichtig durch den Bezug zur Mechanik und durch den Kontakt mit moderner FE-Software
(ANSYS, SLANG). Eine enge Kooperation mit einschlägigen Softwarefirmen liegt vor
(inuTech, CadFem).
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